now: Urbane Künste Ruhr

Urbane Künste Ruhr ist die neue Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr. Wir nehmen die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets zum Anlass, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann entwickelt und realisiertUrbane Künste Ruhr Projekte, die den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Urbane Künste Ruhr wagt einen neuen Blick auf das Ruhrgebiet, auf Stadt an sich und auf die Möglichkeiten der Kunst. Website

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Zu gut um wahr zu sein? – Robert Rickhoff

Tagtäglich erwartet uns heutzutage ein riesen Angebot aus Informationen, Bildern, Videos und Texten. Wenn wir uns im Internet bewegen, dann immer mit einer hohen Geschwindigkeit. Auf den Wellen der Informationsflut surfen oder schwimmen war gestern – heute fährt man durch den reißenden Fluss aus Daten nur noch mit einem High-Speed-Motorboot. Das hat sicher seine Vorteile, aber auch einen entscheidenden Nachteil: Der immense Input kann nicht richtig aufgenommen werden. Vieles überfliegen wir nur noch, um immer neue Ausblicke genießen zu können. Immer mehr Neues sehen, dann teilen, dann vergessen?

Ich kann nur von mir sprechen, aber oft ist es so, dass ich etwas sehe, registriere und spätestens nach einer Woche wieder so sehr vergessen habe, dass ich das Ganze nur sehr rudimentär artikulieren kann. Nicht vergessen habe ich die Bilder von Robert Rickhoff, einem 27-jährigen niederländischen Künstler, der in Hamburg arbeitet. Seine urbanen Interaktionen sprengen, meiner Meinung nach, den mir bekannten Rahmen. Sie sind sicher nicht plakativ gesellschaftskritisch wie die Arbeiten eines Banksy, vielmehr beeindruckt mich die Idee und die Umsetzung. Die Fotos sind doch zu gut um wahr zu sein, oder?

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“Hat er eine Eisenbahnschiene wirklich so verformt? Das kann doch nicht legal sein! Man kann in einer Spielstraße doch keine Rampe bauen, damit die Autos einen Hopser machen! Das geht doch nicht!” Mein Unglauben über die Authentizität der Bilder nahm immer mehr zu, also startete ich eine kleine Recherche. Und siehe da, mein komisches Gefühl bestätigte sich: die Bilder sind allesamt digitale Manipulationen. Nichtsdestotrotz haben die Arbeiten eine unglaubliche Wirkung auf mich.

Wir findet ihr seine “urbanen Interaktionen” bzw. Fotografien? Hab ihr sofort eine Manipulation vermutet oder habt ihr, wie ich, zuerst gedacht “Das kann doch nicht wahr sein!” ?  >> HIER << geht es zum Blog von Robert Rickhoff!

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(c) Robert Rickhoff

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… würde ich gerne nach Südamerika reisen.
… würde ich gerne Hühner haben.
… würde ich gerne Beethovens Sonata spielen können.
… würde ich gerne wissen, was ihr auf diese Tafel schreiben würdet!

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