PARAFLOWS 09 – Symposium URBAN HACKING

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PARAFLOWS 09: Festival für Digitale Kunst und Kulturen

Das diesjährige Symposium URBAN HACKING, das im Raum D, QDK,
quartier21 im Museumsquartier stattfindet, steht unter dem Motto
“Cultural Jamming Strategies in the Risky Spaces of Modernity”.
An drei Tagen (11. bis 13. September 09, von jeweils 14 bis 19 Uhr)
widmet sich das Symposium der Frage der Machbarkeit und Lebbarkeit
kultureller Widerständigkeit unter dem Druck des Marktes und einer
konservativ ausgerichteten Kulturpolitik.
Das Panel Urban am Freitag thematisiert die Stadt als kulturellen
Austragungsort, um 19:30 tagt der Creative Commons Alps Salon mit
Michel Bauwens als Gast. Am Samstag werden Herkunft, Strukturen und
Möglichkeiten des vielschichtigen Begriffs Hacking untersucht. Zu
den Votragenden zählen moot, der Gründer von 4chan, und Charlie Todd.
Der abschließende dritte Tag widmet sich dem Thema des Risikos im
Sinne einer künstlerisch und philosophisch motivierten
Grenzüberschreitung.

Ort: Raum D, QDK, quartier21, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Begonnen wird das Symposiumsprogramm täglich um 11 Uhr im Rahmen
einer Matinee mit einem Überraschungsfilm im Studiokino des
Filmarchivs Austria (Obere Augartenstrasse1, 1020 Wien).
Nähere Informationen zum Programm unter www.paraflows.

Call Cutta – Mobile Phone Theatre

Call Cutta

Sobald das Mobiltelefon in deiner Hand klingelt, beginnt das interkontinentale Theaterstück: Es meldet sich eine Stimme mit indischem Akzent, noch ist sie fremd, bald wird sie zu deinem Verbündeten. „Siehst du vor dir das rote Haus? Geh darauf zu, bück dich als würdest du die Schuhe binden, dann kannst du unauffällig ins Kellerfenster schauen. Sind die Vorhänge offen? Was tut die Angestellte am Schreibtisch?… Dann geh jetzt schnell weiter zur Tür…” Schritt für Schritt führt das Gespräch durch die Sozialbaulandschaft Kreuzberg West. Wort für Wort wird die Stadt zu einem Film, dessen „Kamera” ein telefonierender Spaziergänger ist. Der Ton changiert zwischen Service Line, GPS Navigation, Blind Date, Beichte und indischer Gesprächskunst: live, 1:1.

Ein eher unauffälliger Hack: die Theatergruppe Rimini Protokoll engagiert Mitarbeiter eines indischen Call-Centers, die in der Folge Zuschauer über ein Mobiltelefon durch eine Stadt führen. Indem kleine Dinge hervorgehoben werden, muss sich der Zuschauer im urbanen Raum neu finden: was ist Zufall, was ist gespielt, wer ist ein Akteur, was Inszenierung?

Was 2005 in Berlin begonnen hat, führte Rimini Protokoll 2009 in Zürich fort – wiederum auf der Spur, was nun inszeniert ist und was nicht.

Jacko!

Im Zuge seiner Todes fanden weltweit hunderte von Jacko-Flashmobs statt. hier ein Beispiel aus Stockholm:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=lVJVRywgmYM]

fast noch geiler  – aber wohl streng genommen kein Hack im klassischen Sinn: die Insassen eines philippinischen Gefängnis seit über 2 Jahren mit Gruppentanz und Jacko therapiert

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=hMnk7lh9M3o]

SVP Schafe

Wohl das meist gehackte Politik-Plakat der Schweiz. Hier das Original und einige schöne Hacks.

svp

weltwoche

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Flashmobs

Ein Flashmob bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Email-Kettenbriefe oder Mobiltelefone organisiert. Hier drei Beispiele:

Frozen Grand Central

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Food Court Musical

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Subway Art Gallery

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Q6NU5K3k8Xo]

auch immer wieder gern gesehen: der jährliche No Pants-Day in New York:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bXB_DcuMv_E]